Schulen im Seishin-Verein
Shomen - "von der Mitte heben"
Der Bogen wird zuerst zentral über den Kopf gehoben, dort halb geöffnet und dann symetrisch auseinandergezogen. Diese ausbalancierte Methode ist heute auch in Japan die üblichste.
Auch im Seishin-Verein üben die meisten nach dieser Form. Das "Schießen-aus der Mitte" - sowohl technisch wie spirituell - kann in dieser Form am besten geübt werden.
Ursprünglich kam diese Form von der Ogasawara-Schule und vom Schießen zu Pferd. Obwohl technisch anspruchsvoll, ist sie heute die beliebteste Form, da man dadurch am besten eine innere und äußere Balance erreichen kann.
Shamen - "seitliches Heben"
der Bogen wird zuerst unten nach links geführt und ungefähr zu einem Drittel geöffnet, dann über den Kopf gehoben und ähnlich der Shomen-Form von dort auseinandergezogen - die traditionelle Methode der Fuß-Soldaten - daher liegt in der Schule der Focus etwas stärker auf genaues, kräftiges und wiederholt gleiches Treffen des Ziels.
Ungefähr ein Viertel der Mitglieder im Seishin-Verein folgt dieser Schule. Sportliches Treffen ist durch die Shamen-Schulen etwas leichter zu erreichen als in der Shomen-Schule, während das Schießen-aus-der-Mitte schwieriger zu erreichen zu sein scheint.
Honda
Dasselbe gilt für die Honda-Schule, die ebenfalls eine starke linke Seite betont, obwohl sie so wie die Shomen-Form den Bogen vor der Mitte des Körpers hebt. Historisch war die Honda-Schule die Grundlage des modernen Kyudo, das sich nach dem II. Weltkrieg endgültig formiert hatte.
Der Aufbau der Körper- und Bogenspannung ist für Honda zentral, die Technik sehr komplex. Es gibt wenige, aber enthusiastische Mitglieder im Seishin-Verien, die fast alle sowohl die Shomen- wie die Honda-Form üben, obwohl es schwierig ist, zwischen verschiedenen Bewegungsformen hin- und herzuwechseln